Kfz/Fuhrpark
THG-Quote: Wie Elektromobilität wirtschaftlich wird
„Viele Unternehmen beschäftigen sich zunächst mit Anschaffungskosten oder Ladeinfrastruktur“, sagt Burkhard Pape, Berater Mobilitätsmanagement bei ecmobility, dem Kompetenzcenter für Fuhrparkmanagement und Mobilität der Ecclesia Gruppe. „Dabei wird häufig übersehen, dass Elektromobilität auch zusätzliche Erlöspotenziale bieten kann.“ Gerade bei größeren Flotten kann die THG-Quote zu einem spürbaren wirtschaftlichen Faktor werden, dennoch bleibt dieses Potenzial in vielen Organisationen bislang ungenutzt.
Wirtschaftlicher Hebel für elektrische Flotten
Mit der Treibhausgasminderungsquote verpflichtet der Gesetzgeber Mineralölunternehmen dazu, ihre CO₂-Emissionen schrittweise zu reduzieren. Die eingesparten Emissionen von Elektrofahrzeugen können auf diesen Minderungsbedarf angerechnet werden. Für die Halter batterieelektrischer Fahrzeuge bedeutet das: Sie können ihre eingesparten Emissionen vermarkten und erhalten dafür eine jährliche Prämie. „Die THG-Quote zeigt, dass sich Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit nicht ausschließen müssen“, erklärt Burkhard Pape. „Unternehmen, die ihre Flotten elektrifizieren, können ökologische Ziele verfolgen und gleichzeitig zusätzliche Erlöse generieren.“
Ein digitaler Prozess – mit einem starken Partner
Die Zertifizierung der eingesparten Emissionen ist allerdings komplex. Einzelpersonen oder Unternehmen können ihre THG-Quote nicht direkt vermarkten, da Mineralölunternehmen CO₂-Zertifikate in der Regel nur gebündelt erwerben.
Hier kommt der spezialisierte Anbieter carbonify ins Spiel. Als Partner des Kompetenzcenters ecmobility übernimmt er den gesamten Prozess – von der Antragstellung beim Umweltbundesamt über die Bündelung der Zertifikate bis hin zum Verkauf der Quoten am Markt und der Auszahlung der Prämie. Für Unternehmen bedeutet das: minimaler administrativer Aufwand bei gleichzeitig zusätzlichem Erlöspotenzial.
Neue Tarife für 2026
Für das Jahr 2026 gelten neue Prämienmodelle. Die Höhe der Auszahlung richtet sich nach der europäischen Fahrzeugklasse.
Für rein batterieelektrische Pkw (Klasse M1) beträgt die Prämie derzeit 280 Euro pro Fahrzeug.
Auch für Nutzfahrzeuge und Busse ergeben sich attraktive Erlösmöglichkeiten:
- Elektro-Busse (M2/M3): bis zu 10.080 Euro
- Elektro-Nutzfahrzeuge N1 (bis 3,5 t): 420 Euro
- Elektro-Nutzfahrzeuge N2 (3,5–12 t): 2.885 Euro
- Elektro-Nutzfahrzeuge N3 (über 12 t): 4.675 Euro
Maßgeblich ist jeweils die Fahrzeugklasse in der Zulassungsbescheinigung Teil I. Gerade für größere Flotten kann die THG-Quote damit zu einem spürbaren wirtschaftlichen Faktor werden.
Mehr als nur die THG-Quote
Die THG-Quote ist jedoch nur ein Baustein moderner Fuhrparkstrategien. Das Kompetenzcenter ecmobility unterstützt Unternehmen mit einem umfassenden Ökosystem rund um das Thema Kraftfahrt. Die Experten für betriebliches Mobilitäts- und Fuhrparkmanagement entwickeln bedarfsgerechte Lösungen, die weit über klassische Kfz-Maklerleistungen hinausgehen. Durch digitale Lösungen und die Vernetzung verschiedener Dienstleistungen unterstützt ecmobility Unternehmen dabei, ihr Fuhrparkmanagement zu optimieren und Kosten- sowie Zeitaufwände effizient zu reduzieren. Dank eines breiten Marktzugangs arbeitet das Team mit starken Partnern zusammen, um individuelle Angebotsbündel zu entwickeln und bestmögliche Konditionen zu erzielen. Die Leistungen umfassen den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs – von der Fahrzeugbeschaffung über den Betrieb bis hin zur Rückgabe von Dienstwagen.
„Elektromobilität verändert nicht nur den Antrieb von Fahrzeugen, sondern das gesamte Mobilitätsmanagement von Unternehmen“, sagt Burkhard Pape. „Deshalb betrachten wir Fuhrparks ganzheitlich und unterstützen unsere Kunden entlang des gesamten Lebenszyklus.“
Wirtschaft und Nachhaltigkeit verbinden
Mit steigenden regulatorischen Anforderungen gewinnt Elektromobilität für viele Organisationen weiter an Bedeutung. Neben geringeren Emissionen und potenziell niedrigeren Betriebskosten bietet die THG-Quote einen zusätzlichen finanziellen Anreiz. Unternehmen, die ihre Flotten elektrifizieren und Förderinstrumente systematisch nutzen, können ökologische Ziele und wirtschaftliche Vorteile miteinander verbinden.
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